Schweizer Wein im Ausland - Eine Erfolgsgeschichte in der Nische

Schweizer Wein im Ausland Export

Die Schweiz ist bekannt für ihre atemberaubenden Landschaften, Uhren und Schokolade. Doch das Land hat noch viel mehr zu bieten: Schweizer Wein! Trotz der hohen Qualität und des zunehmenden Bekanntheitsgrades sind Schweizer Weine im Ausland noch immer eine Rarität. Dieser Artikel beleuchtet die Gründe dafür, beleuchtet die Exportstrategien und stellt die wachsende Beliebtheit von Schweizer Wein im Ausland in den Vordergrund.

1. Die Exportlage der Schweizer Weine

1.1 Geringer Anteil am Exportmarkt

Es mag überraschen, dass nur etwa 1% des in der Schweiz produzierten Weins exportiert wird. Dies macht Schweizer Wein im Ausland selten und einzigartig, aber auch teuer. Die Hauptgründe für den niedrigen Exportanteil sind die begrenzte Produktion, der starke Fokus auf den einheimischen Markt und die hohen Produktionskosten in der Schweiz.

1.2 Administrative Hindernisse und Kosten

Exporteure von Schweizer Wein stossen auf einige administrative Hindernisse, wie zum Beispiel die hohen Kosten für obligatorische Analysen im Vergleich zu europäischen Nachbarn. Da die Produktion in der Schweiz eher klein ist, wirken sich diese Kosten stark auf die Produktionskosten aus. Weitere Schwierigkeiten ergeben sich teilweise auch aus bestimmten Flaschengrössen, die auf dem europäischen Markt nicht erlaubt sind, was den Export zusätzlich erschwert.

2. Die Strategie: Besetzung teurer Nischen als Ausnahmewein

Der geringe Exportanteil und die begrenzte Verfügbarkeit von Schweizer Weinen im Ausland führen dazu, dass sie als Nischenprodukte wahrgenommen werden. Dies bietet jedoch auch Chancen: Durch die Positionierung als selten und einzigartig können höhere Preise erzielt werden, und es besteht grosses Potenzial, sich sowohl auf dem Export- als auch auf dem Binnenmarkt zu verbessern.

3. Die steigende Beliebtheit von Schweizer Wein im Ausland

3.1 Wichtige Exportmärkte

Obwohl der Exportanteil gering ist, wird Schweizer Wein in verschiedenen Ländern getrunken. Zu den wichtigsten Exportmärkten gehören Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg, England, USA, Kanada, China, Japan und Singapur. Auch in anderen Ländern sind Schweizer Weine erhältlich, wenn auch in begrenzten Mengen.

3.2 Weisswein als Exportstar

Besonders im Fokus steht der Schweizer Weisswein, der zwei Drittel des Exportvolumens ausmacht. Die Preise für Rot- und Weisswein variieren jedoch je nach Land, wobei der Durchschnittspreis auf europäischen Märkten deutlich niedriger ist als in aussereuropäischen Ländern wie den USA, China, Japan oder Singapur.

4. Gründe für die geringe Bekanntheit von Schweizer Weinen im Ausland

4.1 Geringe Produktion aufgrund begrenzter Rebflächen

Ein Hauptgrund für die geringe Präsenz von Schweizer Weinen im Ausland ist die relativ kleine Produktion. Mit nur etwa 15.000 Hektar Rebfläche ist die einheimische Produktion begrenzt, und nur knapp 1% der Weine wird exportiert. Dies macht es schwierig, auf ausländischen Märkten Bekanntheit und Renommee aufzubauen.

4.2 Fokus auf den Schweizer Markt

Ein weiterer Grund ist die starke Orientierung der Schweizer Weinproduzenten auf den einheimischen Markt. Die Schweizer bevorzugen in der Regel ihre eigenen Weine, was dazu führt, dass weniger für den Export übrig bleibt.

4.3 Mangelndes Marketing in der Vergangenheit

In der Vergangenheit war das Marketing der Weinverbände nicht immer optimal. Dies hat dazu beigetragen, dass die internationale Bekanntheit von Schweizer Weinen nur langsam gewachsen ist.

5. Die Rolle von Swiss Wine Promotion beim Export

Swiss Wine Promotion betreibt Swiss Wine Export, eine Plattform, auf der sich Weinproduzenten über Rahmenbedingungen und Dienstleistungen rund um den Export informieren und ihre Weine im Ausland präsentieren können. Ziel ist es, das Image des Schweizer Weins im Ausland zu stärken und eine solide Basis für den Export zu schaffen.

6. Steigende Qualität und internationale Anerkennung

In den letzten Jahren hat sich die Qualität der Schweizer Weine stetig verbessert. Viele Winzer nehmen erfolgreich an internationalen Weinwettbewerben teil und gewinnen damit Ansehen. Schweizer Weine profilieren sich heute durch ihre hohe Qualität und lösen bei Weinliebhabern weltweit eine kontinuierliche Nachfrage aus.

7. Das Prädikat „Swiss Made“ als Qualitätsversprechen

Schweizer Weine profitieren vom Prädikat „swiss made“, das sie als Produkte von hoher Qualität auszeichnet. Dies trägt dazu bei, dass Schweizer Weine im Ausland immer mehr als qualitativ hochwertige Produkte wahrgenommen werden.

8. Die Präsentation seltener Weine für Feinschmecker

Da Schweizer Weine als Raritäten gelten, bemüht sich Swiss Wine Promotion besonders, sie Feinschmeckern in aller Welt vorzustellen und zu vermitteln. Dies trägt zur wachsenden Beliebtheit von Schweizer Weinen im Ausland bei.

9. Schweizer Winzer im Ausland: Erfolgreiche Geschichten

9.1 Marcel Bühler in Südfrankreich

Der ehemalige Banker Marcel Bühler hat in der Appellation Roussillon die Domaine des Enfants aufgebaut und erfolgreich charaktervolle, authentische Weine erzeugt. Seine Weine werden nicht nur in Frankreich geschätzt, sondern auch in der Schweiz und anderen Ländern.

9.2 Barbara Widmer in der Toskana

Barbara Widmer feiert in diesem Jahr mehrere Jubiläen, unter anderem den 40. Jahrestag des Erwerbs des Guts Brancaia im Chianti Classico durch ihre Eltern. Das Weingut zählt zu den bekanntesten im Ausland, die in Schweizer Besitz sind, und produziert hochwertige Weine.

10. Fazit

Die Schweiz mag zwar ein kleines Weinland sein, doch ihre Weine haben im Ausland grosses Potenzial. Mit steigender Qualität, internationaler Anerkennung und gezielten Exportstrategien kann der Schweizer Wein im Ausland weiterhin Fuss fassen und seinen Bekanntheitsgrad erhöhen. Trotz der Herausforderungen ist die Erfolgsgeschichte von Schweizer Wein im Ausland noch lange nicht zu Ende geschrieben.