Weinanbau - Was macht der Winzer im Winter?

Die Weinlese ist vorüber, die Trauben sind gekeltert und der neue Jahrgang ruht still in den Fässern des Weinkellers. Für viele Weinliebhaber mag es scheinen, als ob die Winzer nun in den Winterschlaf fallen. Doch nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Gerade in den kalten Monaten ist die Arbeit auf den Weingütern in vollem Gange - eine Zeit der Vorbereitung, Pflege und Optimierung, um den nächsten Jahrgang zu einem vollen Erfolg zu machen.
Die Kunst des Rebschnitts: Winzer in der Winterruhe
Während die Reben in ihrer Winterruhe verharren, ist der Rebschnitt eine der wichtigsten Aufgaben für die Winzer. Diese arbeitsintensive Tätigkeit bildet die Grundlage für den Ertrag und die Qualität der kommenden Ernte. Jeder Rebstock ist individuell, sodass der Winzer sorgfältig die Stärke der Pflanze, die Verteilung der Knospen und die Wachstumsaussichten für das nächste Jahr beurteilen muss.
Das Ziel des Rebschnitts
Das Ziel des Rebschnitts ist es, ein Gleichgewicht zwischen Wuchskraft und Fruchtbarkeit der Reben zu finden. Dabei wählt der Winzer den passenden Schnitttyp, um dieses Gleichgewicht zu erzielen. Manche Rebsorten bevorzugen auch von Natur aus eine bestimmte Art des Rebschnitts. Diese Arbeit sollte bis Ende März abgeschlossen sein, damit die Reben im Frühjahr kräftig austreiben können.
Der Ablauf des Rebschnitts
Beim Winterschnitt werden zunächst alle bis auf eine sogenannte "Bogrebe" - einen Ast - entfernten Triebe, die in der letzten Vegetationsperiode gewachsen sind. Anschliessend geht der Winzer mit einer Handschere nochmal durch den Weinberg, um den verbliebenen Ast zu putzen und zu kürzen. Das abgeschnittene Holz wird zu Boden geworfen und kommt als Humus der Rebe wieder zugute.
Die Bedeutung der Bogrebe
Die Länge der Bogrebe und damit die Anzahl der Augen definiert bereits grob das Ertragsziel für das kommende Weinjahr. Je weniger Früchte die Rebe ausbildet, desto besser kann sie die Trauben versorgen. Die Ernte fällt dann zwar geringer aus, dafür aber mit besserer Traubenqualität.
Winterliche Bodenpflege: Vorbereitung für den nächsten Jahrgang
Nicht nur im Weinberg, sondern auch auf den Böden der Weingüter ist in den Wintermonaten einiges zu tun. Sollen im kommenden Jahr neue Rebflächen angelegt werden, kümmert sich der Winzer um das sogenannte "Rigolen" - das gründliche Umgraben der Fläche bis in Tiefen von rund 60 Zentimetern, um Wurzelwerk und Sträucher zu entfernen.
Kompostierung und Begrünung
Bei bereits bestehenden Weinbergen verteilen die Winzer frischen Kompost aus altem Schnittmaterial zwischen den Rebstöcken und arbeiten ihn gründlich in den Boden ein. Das verbessert nicht nur die Aufnahmefähigkeit des Bodens für Wasser, sondern kann auch vor Erosion schützen. Auch das Mulchen der Winterbegrünung, die im Herbst angelegt wurde, ist eine klassische Aufgabe in der Winterzeit.
Instandhaltung der Infrastruktur
Neben der Bodenpflege kümmern sich die Winzer im Winter auch um die Instandhaltung der Weinberginfrastruktur. Sie prüfen die Festigkeit der Drähte und Weinbergspfähle und bessern diese gegebenenfalls aus. Ist ein Pfahl abgerostet oder ein Draht locker, lässt sich das im Sommer, wenn die Rebe das Drahtgerüst bereits umwachsen hat, nur sehr schwer reparieren.
Die Talentschmiede: Arbeit im Weinkeller
Während die Reben in der Winterruhe verharren, ist der Weinkeller das Epizentrum der Winzerarbeit. Hier werden die jungen Weine des neuen Jahrgangs sorgfältig gepflegt und ausgebaut, um ihre volle Qualität zu entfalten.
Ausbau und Verfeinerung der Weine
Im November und Dezember sind die Jungweine soweit, um den weiteren Ausbau vorzubereiten. Die alkoholische Gärung ist abgeschlossen und die Weine ruhen noch auf dem Hefelager. Nun stehen wichtige Weichenstellungen für die Stilistik des Weines an - der Winzer muss entscheiden, ob der Wein noch länger auf der Hefe bleibt, ob er einer malolaktischen Gärung unterzogen wird oder ob er in Stahltanks oder Holzfässer kommt.
Qualitätskontrolle und Optimierung
Der Winzer muss die Weine immer wieder verkosten und ihre Entwicklung genau beobachten. Nur so kann er sicherstellen, dass sich Aromatik und Struktur optimal entfalten. Gleichzeitig nutzt er die Wintermonate, um Reparaturen im Keller vorzunehmen, Etiketten zu gestalten und das gesamte Weingut für die neue Saison vorzubereiten.
Ganzjährige Aufmerksamkeit: Der Winzer als Taktgeber
Auch wenn die Reben in der Winterruhe verharren, bedeutet das keineswegs, dass die Winzer sich ausruhen können. Vielmehr erfordert die Arbeit auf einem Weingut ganzjährige Aufmerksamkeit und sorgfältige Planung. Von der Bodenpflege über den Rebschnitt bis hin zum Ausbau der Weine - in jedem Bereich müssen die Winzer ihr Fachwissen und ihre Erfahrung einbringen, um das Beste für den nächsten Jahrgang herauszuholen.
Die Bedeutung der Winterarbeit
Die Wintermonate sind dabei eine entscheidende Phase, in der die Weichen für den Erfolg des kommenden Jahres gestellt werden. Ob es um die Regulierung des Ertrags, die Optimierung der Bodenqualität oder den finalen Schliff an den Weinen geht - in dieser vermeintlich ruhigen Zeit legen die Winzer den Grundstein für hervorragende Weine.
Der Winzer als Taktgeber
So übernehmen die Winzer die Rolle des Taktgebers auf ihren Weingütern. Sie koordinieren die verschiedenen Arbeitsschritte über das ganze Jahr hinweg, um jede Phase perfekt aufeinander abzustimmen. Ihre Expertise, ihr Fingerspitzengefühl und ihre Leidenschaft für den Weinbau sind es, die am Ende in jedem Glas Wein zum Ausdruck kommen.
Winterliche Besonderheiten: Vom Rebschnitt bis zur Begrünung
Der Winter bringt auf den Weingütern eine Reihe von besonderen Herausforderungen und Arbeiten mit sich. Neben den klassischen Aufgaben wie dem Rebschnitt und der Bodenpflege müssen die Winzer auch die Besonderheiten der kalten Jahreszeit berücksichtigen.
Der Rebschnitt in der Winterruhe
Während der Winterruhe vertragen die Reben auch grossangelegte Schnittarbeiten gut. Der Winzer muss dabei zwei Dinge berücksichtigen: Zum einen dient der Schnitt der Reberziehung, um ein gewünschtes System zu etablieren. Zum anderen reguliert er über die Anzahl der verbleibenden "Augen" den Ertrag für das kommende Jahr.
Begrünung und Kompostierung
Um die Böden vor Erosion zu schützen und die Reben im Sommer vor Trockenstress zu bewahren, setzen viele Winzer auf eine ganzjährige Begrünung der Weinberge. Im Herbst wird die Begrünung angelegt, im Winter dann gemulcht. Zusätzlich verteilen die Winzer frischen Kompost aus altem Rebholz, um die Bodenqualität zu verbessern.
Instandhaltung der Infrastruktur
Auch die Instandhaltung der Weinberginfrastruktur gehört zu den wichtigen Winteraufgaben. Die Winzer prüfen die Festigkeit von Drähten und Pfählen und bessern diese gegebenenfalls aus. Nur so lässt sich im Sommer, wenn die Reben bereits üppig gewachsen sind, eine aufwendige Reparatur vermeiden.
Der Weinkeller im Winterschlaf? Mitnichten!
Während die Reben im Weinberg ihre wohlverdiente Ruhepause geniessen, herrscht im Weinkeller rege Betriebsamkeit. Hier werden die Weine des neuen Jahrgangs sorgfältig ausgebaut und verfeinert, um ihre volle Qualität zu entfalten.
Ausbau und Verfeinerung der Jungweine
Sobald die alkoholische Gärung abgeschlossen ist, beginnt für den Winzer die entscheidende Phase des Weinausbaus. Er muss nun wichtige Weichenstellungen treffen - etwa, ob der Wein noch länger auf der Hefe verbleibt, ob er einer malolaktischen Gärung unterzogen wird oder in welche Art von Fass er kommt.
Qualitätskontrolle und Optimierung
Parallel dazu verkostet der Winzer die Weine immer wieder, um ihre Entwicklung genau zu beobachten. Nur so kann er sicherstellen, dass sich Aromatik und Struktur optimal entfalten. Gleichzeitig nutzt er die Wintermonate, um Reparaturen im Keller vorzunehmen und das Weingut für die neue Saison vorzubereiten.
Der Winzer als Taktgeber
Auch wenn die Reben ruhen, erfordert die Arbeit auf einem Weingut ganzjährige Aufmerksamkeit. Von der Bodenpflege über den Rebschnitt bis hin zum Ausbau der Weine - in jedem Bereich müssen die Winzer ihr Fachwissen und ihre Erfahrung einbringen, um den nächsten Jahrgang zum Erfolg zu führen. So übernehmen sie die Rolle des Taktgebers, der die verschiedenen Arbeitsschritte perfekt aufeinander abstimmt.
Fazit: Winterliche Vorbereitung für den Weingenuss von morgen
Der Winter mag auf den ersten Blick eine ruhige Jahreszeit auf den Weingütern zu sein, doch nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Gerade in den kalten Monaten ist die Arbeit der Winzer von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des nächsten Jahrgangs.
Vom sorgfältigen Rebschnitt über die Bodenpflege bis hin zum Ausbau der Weine - in allen Bereichen müssen die Winzer ihr Fachwissen, ihre Erfahrung und ihre Leidenschaft einbringen, um optimale Bedingungen für die Reben und Trauben zu schaffen. So legen sie in der vermeintlichen Winterruhe den Grundstein für hervorragende Weine, die Weinliebhaber schon bald in vollen Zügen geniessen können.


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